Onlineeinkäufe belasten die Umwelt deutlich mehr, als es zunächst scheint. Darauf weist der Rat für Nachhaltige Entwicklung hin.

 

Rund 38 Prozent der Deutschen kümmern sich aus Routine nicht um Umweltverträglichkeit beim Einkauf. Das ergab eine Umfrage des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Zu den Routinen gehört mittlerweile auch der Einkauf im Internet. Er erspart zwar den Weg mit dem Auto in die Stadt, die Beleuchtung von Schaufenstern und den Kauf von Plastiktragetaschen, doch beim Onlinehandel kommen andere Aspekte hinzu, die man beachten sollte, wenn man nachhaltig konsumieren will. Darauf weist der Rat in seinem Einkaufsratgeber „Der Nachhaltige Warenkorb“ hin.

 

 

So verursachen zusätzliche Kilometer beim Ausliefern der Pakete hohe CO2-Emissionen und belasten die Paketfahrer. Gerade der letzte Kilometer sorgt für die meiste Umweltbelastung. Daher sollte man zu Hause sein, wenn das Paket angeliefert wird, oder die Nachbarn fragen, ob sie die Sendung annehmen würden. Darüber hinaus ziehen Paket-Retouren enormen Transport- und Verpackungsaufwand nach sich. Rund 250 Mio. Retouren verzeichnet der Onlinehandel jährlich in Deutschland. Wer online einkauft, sollte daher nur bestellen, was er wirklich braucht und behalten würde. Wer fachliche Beratung im stationären Einzelhandel nutzt, sollte außerdem aus Fairness auch dort kaufen.

 

 

Mehr als ein Ärgernis ist es, im Internet auf Betrüger hereinzufallen. Folgende Anzeichen weisen auf Fakeshops hin: Die Preise sind weit unter dem Marktniveau. Zum Seiteninhaber gibt es nur wenige oder gar keine Informationen. Als Zahlungsmethode wird Vorkasse verlangt. Im Impressum ist eine fragwürdige ausländische Adresse als Firmensitz eingetragen. Es gibt keine kostenlosen oder -günstigen Kontaktmöglichkeiten zum Betreiber. Auch hilft ein Blick auf andere Seiten: Viele Beschwerden in Verbraucherschutzforen bzw. wenige oder keine Bewertungen in den einschlägigen Verbraucherportalen sind mögliche Hinweise auf gefälschte Onlineshops.

 

 

Was zum umweltbewussten und sozial verträglichen Konsum dazugehört, erläutert der Rat für Nachhaltige Entwicklung in seinem Einkaufsratgeber „Der Nachhaltige Warenkorb“ unter www.nachhaltiger-warenkorb.de.